ZWECKVERBAND zur WASSERVERSORGUNG der SCHLICHT-GRUPPE und
ZWECKVERBAND zur WASSERVERSORGUNG der TAUFKIRCHENER-GRUPPE

Nitrat


"NITRAT im Trinkwasser" - ein Thema das ständig im Gespräch ist ...

Nitrate sind Salze der Salpetersäure. Sie gehören zu den Hauptnährstoffen im Boden. Nitrate kommen u. a. in
Grünpflanzen vor. Problematisch können hohe Nitratgehalte in pflanzlichen Nahrungsmitteln aus überdüngten
Kulturen sein, da sich diese im Verdauungsbereich des menschlichen Körpers zu Nitriten umwandeln können
und diese die krebsverdächtigen Nitrosamine bilden. Nitrate finden sich auch in stickstoffhaltigen Düngemitteln
und können so bei unsachgemäßer Anwendung in der Landwirtschaft mit dem Niederschlagswasser ins
Grundwasser bzw. in Oberflächengewässer gelangen und die Nitratbelastung erhöhen.

Zuviel Nitrat im Trinkwasser kann für Säuglinge wegen der teilweisen Umwandlung in Nitrit gefährlich werden.
Nitrit kann zu einem bei Babies bis zu einem Alter von 3 Monaten Blausucht (mangelnder Sauerstoffgehalt im Blut)
verursachen.

In Deutschland darf nur solches Wasser als Trinkwasser abgegeben werden, das den strengen Qualitätsanforder-
ungen der Trinkwasserverordnung genügt.

Die als Trinkwasserverordnung in deutsches Recht umgesetzte europäische Trinkwasserrichtlinie aus dem Jahr
1980 ist der strengste Trinkwasserstandard der Welt. Die Trinkwasserverordnung legt mit den Trinkwasser-Grenz-
werten Konzentrationen für bestimmte Inhaltsstoffe fest. Dabei werden große Sicherheitsspannen berücksichtigt.

Die Grenzwerte sind so niedrig bemessen, daß die menschliche Gesundheit bei lebenslangem Trinkwassergenuß
nicht geschädigt werden kann. Der Grenzwert für Nitrat ist in der Trinkwasserverordnung auf 50 Milligramm pro Liter
festgelegt.

Dieser Grenzwert wird in Oberbayern lediglich bei 0,8 % der gewonnenen Gesamtwassermenge überschritten.
Rund 78 % der gesamten für die öffentliche Wasserversorgung in Bayern benötigten Wassermenge (930.000.000 m³/Jahr)
weisen einen Nitratgehalt von unter 25 mg/l auf.


NITRATWERTE IM VERGLEICH

  Trinkwasser (Grenzwert)   50 mg/l
  Spinat   2.000 mg/kg
  Kopfsalat   2.500 mg/kg
  Kartoffeln   56 mg/kg
Käse 35 mg/kg
Gurken 200 mg/kg
  Rote Rüben  

3.000 mg/kg

  Eissalat   1.100 mg/kg